Wenn du ein Licht einschaltest, hat dein Zuhause bereits alles, was es zum Reagieren braucht. Der Schalter, die Leuchte und die Menschen, die sie nutzen, sind vor Ort. Wir glauben, dass auch die Intelligenz, die sie verbindet, dorthin gehört.

Diese Überzeugung ist der Ausgangspunkt unserer Smart-Home-Software: lokale Daten, lokale Steuerung und lokale Automatisierung auf deinem eigenen Server.

Lokale Steuerung ist ein Prinzip, das mehrere Smart-Home-Plattformen teilen. Genauso wichtig ist der Weg von einer Idee zu einem funktionierenden Zuhause. Kompatible Hardware auswählen, Geräte verbinden, Bedienelemente anordnen und Routinen aufeinander abstimmen – all das braucht durchdachte Entscheidungen. Wir finden, die Software sollte dich dabei unterstützen.

Vielleicht beginnt es mit etwas Einfachem: „Wir möchten, dass im Flur das Licht angeht, wenn jemand ankommt.“ Unser Ziel ist ein klarer Weg von diesem Wunsch zum passenden Raum, den Geräten und dem gewünschten Verhalten. Diese Teile zusammenzubringen, sollte zum Produkterlebnis gehören.

Unser Ansatz wird dadurch geprägt, wie diese Teile zusammenspielen. Wir entwickeln unsere eigene Plattform mit integrierten Matter-, Zigbee- und KNX-Anbindungen, einer visuellen Darstellung deines Zuhauses, verständlicher Automatisierung und Berechtigungen, die sich nach den Menschen richten, die sie nutzen. Die Geräteintegrationen laufen in deiner lokalen Installation, zusammen mit der Software, die dein Zuhause steuert.

Deshalb gestalten wir Einrichtung, Hausansicht und Automatisierung gemeinsam. Wir möchten lokale Kontrolle für Menschen zugänglich machen, die ein verlässliches Zuhause und eine verständliche Verwaltung suchen. Wenn du dabei Unterstützung möchtest, bieten wir auch Installationsplanung und eine separat angebotene Umsetzung an.

Daten und Routinen bleiben zu Hause

Die grundlegende Gerätesteuerung und Routinen laufen auf deinem Heimserver. Fällt die Internetverbindung aus, können unterstützte lokale Funktionen weiterarbeiten, solange Server, lokales Netzwerk und Adapter funktionieren. Die dafür benötigten Informationen bleiben dort verfügbar, wo sie gebraucht werden.

Das ist auch für die Privatsphäre wichtig. Raumtemperaturen, Geräteaktivität und Routinen können Muster des Alltags sichtbar machen. Wir glauben, dass die Kerndaten des Zuhauses zu Hause gespeichert und verarbeitet werden sollten. Optionale externe Dienste, etwa Online-Wetterdaten, sollten einen klaren Zweck und eine verständliche Grenze haben.

Unsere nativen Integrationen: Matter, Zigbee und KNX

Dieser Gedanke beginnt bereits beim Verbinden eines Geräts. Wir haben eigene native Integrationen für Matter, Zigbee und KNX. Unterstützte Matter- und Zigbee-Geräte werden über unsere lokale Implementierung zur Inbetriebnahme eingebunden, ohne diesen Vorgang über eine Hersteller-Cloud oder einen externen Bereitstellungsdienst zu leiten. Sind die erforderlichen Adapter und lokalen Einrichtungsinformationen vorhanden, übernimmt dein Hub das Koppeln und integriert die Geräte in dein Haussystem.

Bei KNX kommuniziert unsere Integration über eine lokale KNX/IP-Schnittstelle mit der Gebäudeinstallation. Unterstützte Projektdateien werden lokal importiert und zugeordnet; Gerätebefehle und Messwerte laufen über die lokale Verbindung. Die bestehende KNX-Installation benötigt weiterhin ihre übliche Inbetriebnahme und Konfiguration. Unsere Integration braucht für ihren Betrieb keinen Cloud-Dienst.

Damit bekommt lokale Kontrolle eine konkrete Bedeutung: Unterstütztes Koppeln, der Import von KNX-Projekten und die alltägliche Gerätekommunikation finden innerhalb deiner Installation statt. Dafür müssen deine Hausdaten nicht an einen externen Bereitstellungsanbieter gesendet werden. Dein Server hält die Kerndaten des Zuhauses und führt die Automatisierung aus, während lokale Funkadapter und Schnittstellen die Verbindung zu den Geräten herstellen.

Kompatibilität und Installationsvoraussetzungen gelten weiterhin. Optionale Online-Dienste, autorisierter Fernzugriff und die eigene, unabhängige Internetaktivität eines Geräts haben jeweils eigene Grenzen. Wir möchten, dass du genau verstehst, was lokal bleibt und wann eine externe Verbindung beteiligt ist.

Dein Zuhause als vertraute Oberfläche

Wir glauben auch, dass dein Zuhause ein sinnvoller Ausgangspunkt für seine Bedienoberfläche ist.

Du weißt bereits, wo deine Küche ist und welches Schlafzimmer sich kühl anfühlt. Zuerst erstellst du den Grundriss deines Zuhauses in 2D und platzierst Geräte in ihren Räumen. Aus demselben Hausplan entsteht die 3D-Ansicht – du musst dein Zuhause also nicht zweimal aufbauen. Beide Ansichten zeigen dasselbe Zuhause und dieselben Geräte. So siehst du deren Zustände dort, wo sie hingehören.

Informationen sollen dadurch auf einen Blick verständlicher werden. Ein Temperaturwert bekommt einen Zusammenhang, wenn er im richtigen Raum erscheint. Eine Leuchte lässt sich leichter finden, wenn sie dort zu sehen ist, wo du sie erwartest. Alle, die das Zuhause nutzen, sollten einen vertrauten Einstieg haben – auch Menschen, die das System nicht eingerichtet haben.

Routinen, die Menschen verstehen

Diese räumliche Ansicht wird auch zum Ausgangspunkt für Automatisierung. Du kannst einen Sensor mit einem Gerät oder Raum verbinden und festlegen, wann etwas geschehen soll und was es tun soll. Lesbare Regeln decken einfache Abläufe ab; strukturierte Workflows unterstützen Bedingungen, Verzweigungen und Wartezeiten, wenn eine Routine mehr Details benötigt.

Auch manuelle Eingriffe sind wichtig. Dass jemand einen Schalter betätigt, gehört zum Alltag eines Haushalts. Unser Automatisierungsansatz berücksichtigt manuelle Aktionen und schützt vor unerwünschtem Ausschalten. Menschen sollen sowohl verstehen, was eine Routine macht, als auch, wie ihre eigenen Aktionen darauf wirken.

Offenes Wohnzimmermodell mit Wandschalter, Sensor, lokalem Server und warm leuchtender Stehlampe.
Schalter, Sensor, Server und Leuchte gemeinsam in einem Raum. KI-generierte Konzeptillustration.

Eigene Hardware. Ein Zuhause oder ein ganzes Gebäude.

Kontrolle bedeutet auch, die Hardware wählen zu können, auf der die Software läuft. Wir entwickeln unabhängig von einem einzelnen Hub-Modell. Unterstützte kundeneigene Hardware ist eine Installationsoption. Wir können vorhandene Geräte prüfen und ein vorinstalliertes System besprechen, wenn das besser zu dir passt. Kompatibilität und Rechenleistung bleiben wichtig – besonders, wenn lokale KI dazukommt.

Dieselbe Software unterstützt einen einzelnen Haushalt und ein Gebäude mit mehreren Haushalten. In einem Zuhause hält ein lokaler Hub die Kerndaten, führt Automatisierungen aus und verbindet sich mit unterstützten Geräten. In einem gemeinsam genutzten Gebäude koordiniert ein zentraler lokaler Hub Satelliten, die Wohnungen oder Gemeinschaftsbereichen zugeordnet sind. Diese Satelliten bieten lokale Verbindungspunkte und führen die ihnen zugewiesenen Geräteintegrationen aus. Der Gebäude-Hub bleibt für Berechtigungen und Automatisierung verantwortlich.

Jede Wohnung hat ihren eigenen Bereich. Bewohner können ihre privaten Geräte und die für sie freigegebenen Gemeinschaftsgeräte bedienen. Berechtigungen halten die privaten Steuerungen anderer Haushalte getrennt. So kann ein Gebäude seine zentrale Recheninfrastruktur teilen, während jeder Haushalt seine eigene Ansicht und seinen eigenen Zugriff erhält.

Zu Hause lokal. Unterwegs geschützt verbunden.

Auch der Zugang zu diesem lokalen System zählt. Zu Hause verbindet sich die App über das lokale Netzwerk mit dem Hub oder über den Satelliten einer Wohnung mit dem Gebäude-Hub. Die alltägliche lokale Nutzung muss keinen Umweg über einen Internetdienst nehmen.

Wenn du den Fernzugriff aktivierst, baut dein Hub eine authentifizierte Verbindung nach außen zu einem Relay auf. Dafür ist keine eingehende Portfreigabe am Router nötig. Dein Smartphone oder Browser erreicht den Hub über diese Verbindung. Der Anwendungsverkehr ist dabei bis zu deinem lokalen Server verschlüsselt. Das Relay leitet den verschlüsselten Verkehr weiter, ohne deine Hausbefehle oder Messwerte zu entschlüsseln. Verbindungsmetadaten wie der Zielhostname und die zeitlichen Muster des Datenverkehrs bleiben für das Relay sichtbar.

Dein lokaler Server bearbeitet die Anfrage und prüft den Zugriff. Die Anmeldung mit Passkeys und die vom Hub durchgesetzten Berechtigungen regeln, wer Geräte sehen und bedienen darf. Der Fernzugriff ist über das Internet erreichbar, deshalb bleiben diese Schutzmaßnahmen unverzichtbar. Die Kerndaten deines Zuhauses und die Automatisierung bleiben auf dem lokalen Server. Autorisierte Clients erhalten ihre Antworten über die verschlüsselte Verbindung.

Sprache und KI folgen demselben Prinzip

Sprache und KI gehen denselben Weg. Unsere lokalen Komponenten für Sprachmodelle, Spracherkennung und Sprachausgabe sind implementiert. Ihre Integration in das vollständige Assistenzerlebnis ist in Arbeit. Der vorgesehene Ablauf verarbeitet Gespräche lokal und berücksichtigt bei der Interaktion mit dem Zuhause die Berechtigungen der anfragenden Person.

Was als Nächstes kommt

Diese Entscheidungen erklären, was wir mit „local first“ meinen. Unser Ansatz verbindet Geräteeinrichtung, visuelle Steuerung, verständliche Automatisierung, Hardwarewahl und gemeinsamen Zugriff rund um den eigenen Server des Kunden.

In diesem Blog möchten wir diese Entscheidungen näher beleuchten und die Software im Detail zeigen – mit einem neuen Beitrag pro Woche. Als Nächstes schauen wir uns an, warum wir uns für eine 2D- und 3D-Hausoberfläche entschieden haben und wie sie das Finden und Steuern von Geräten verändert.

Wenn du über ein lokales System für dein Zuhause oder Gebäude nachdenkst, starte mit einer kostenlosen Erstberatung. Wir besprechen, was du erreichen möchtest, welche vorhandene Hardware du weiterverwenden kannst und was eine unterstützte Installation umfasst. Software und Umsetzung werden separat angeboten, sobald der Umfang feststeht.

Die Illustrationen zeigen Konzepte, keine Screenshots oder Hardware-Demonstration.